Geburtsvorbereitung
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"Die Welt wird jedes Mal neu erschaffen, wenn ein Kind geboren wird. Geboren zu werden bedeutet, dass uns eine ganze Welt geschenkt wird."
Jostein Gaarder

Endspurt: Geburtsvorbereitung & Co.


Abwarten & Tee trinken... Vielleicht aber ist der Endspurt auch schon bald geschafft?

Unser Geburtsterminrechner kann Dir zeigen, wo auf der Zielgerade Du Dich derzeit befindest. Neben dem rechnerischen Entbindungstermin, den Du dort ermitteln kannst (den Du mittlerweile aber vielleicht auch vom Frauenarzt erfahren hast), werden weitere Termine berechnet, die in der Schwangerschaft von Bedeutung sind, wie z.B. der Beginn vom Mutterschutz.


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Besonders die letzten Wochen einer Schwangerschaft sind voller Vorfreude und Spannung. Viele Mütter können es kaum noch erwarten, endlich den Nachwuchs im Arm zu halten. Aber viele genießen dennoch auch die letzten Tage und Wochen der Ruhe.

Damit die Zeit auch bis zum Ende der Schwangerschaft möglichst unbeschwert genossen werden kann, ist es nützlich ein paar kleine Helfer zu kennen. Hier verraten wir Dir u.a. einfache Tipps und Hausmittel, die Dir gegen Sodbrennen, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Schlafprobleme, Dehnungsstreifen, Rückenschmerzen oder geschwollene Beine helfen können, aber auch ein paar Maßnahmen, die zur Vorbereitung auf die Geburt hilfreich sind:

Dinge, die Dir in der Schwangerschaft helfen können:

  1. Sodbrennen?
    Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist: Sodbrennen ist ein Leiden mit dem Du in der Schwangerschaft nicht alleine bist. Sehr viele Frauen leiden darunter. Manchen hilft es, ungeschälte Mandeln* zu kauen oder ein Glas Milch zu trinken.
    Vermeiden solltest Du Süßigkeiten, stark zuckerhaltige Nahrungsmittel, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke, da dies zu einer Hyperazidität (Magenübersäuerung) beitragen und damit Sodbrennen fördern kann. Aber auch scharfe Gewürze, fettreiche Speisen, Frittiertes und Hefegebäck können sich ungünstig auswirken.
    Bei Sodbrennen besonders wichtig:
    >> Nimm Dir Zeit und Ruhe für's Essen!
    >> Lieber mehrere kleine Mahlzeiten.
  2. Verdauungsprobleme?
    Nicht selten führen die hormonellen und physiologischen Veränderungen während der Schwangerschaft zu einer trägen Verdauung. Hier können getrocknete Pflaumen, Leinsamen oder Indische Flohsamen* unterstützen.
    Auf stopfende Lebensmittel, wie Bananen oder dunkle Schokolade solltest Du nun lieber verzeichten.
    Häufig verursachen aber auch Eisenpräparate, die in der Schwangerschaft gegen Eisenmangel und Anämie (Blutarmut) verschrieben werden, eine Obstipation (Verstopfung). Manche Frauen vertragen deshalb die sog. Retard-/ Depotpräparate mit einer verzögerten Eisenfreisetzung besser. Frage Deinen Frauenarzt zu den Vor- und Nachteilen.
  3. Schwangerschaftsübelkeit?
    Übelkeit während der Schwangerschaft existiert in allen denkbaren Nuancen, angefangen von der Abneigung gegen bestimmte Gerüche oder Lebensmittel, bis hin zu regelmäßigem Erbrechen. Ein Hoffungsschimmer ist, dass sich die Übelkeit bei vielen Schwangeren zum Ende des 1. Trimenons wieder einstellt. Helfen können häufige, aber kleine Snacks, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Morgens am Besten schon vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen. Unangenehme Gerüche und Lebensmittel meiden. Zitrusdüfte werden oft als angenehm empfunden. Manchen Frauen hilft es, ein Akkupressur-Band (z.b. Seabands)* zu verwenden, das um die Handgelenke getragen wird. Bei regelmäßigem Erbrechen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um eine Hyperemesis gravidarum handeln kann, die behandelt werden sollte.
  4. Schlafen, aber wie?
    Ein Still-Kissen mit EPS-Mikroperlen* kann Dir auch schon während der Schwangerschaft wertvolle Dienste erweisen. Verwende es als Lagerungs- und Seitenschläfer-Kissen. Selbstverständlich gibt es auch gute Stillkissen mit anderen Füllungen, wie Polyester oder Naturfüllungen. EPS-Mikroperlen haben aber den Vorteil dass sie besonders gut anpassbar sind. Somit eignen sich die Kissen auch gut als Lagerungskissen. Achte dabei unbedingt auf eine ausreichende Länge!
  5. Dehnungsstreifen...
    lassen sich leider nicht immer vermeiden, denn vieles hängt einfach vom Bindegewebe ab. Zur Vorbeugung ist ein Schwangerschaftsöl (z.B. von Weleda)* aber immer empfehlenswert, denn ein kleines Verwöhnprogramm tut der strapazierte Haut gut. Wenn Du, vor allem im Sommer, eher auf eine herrlich erfrischende Zitrusnote stehst, ist das "Mama Bee" Body Oil (Burts Bees)* einen Kauf wert. Achte bevorzugt auf natürliche Inhaltsstoffe, ohne Mineralöle.
  6. Rückenbeschwerden?
    Hier kann ein Bauchgurt für Erleichterung sorgen (z.B. der Anita Maternity BabyBelt*).
    Wenn Dein Partner Dich massieren möchte, solltet ihr euch zuvor informieren, welche Massagetechnik dazu geeignet ist. ➜ Es gibt neuralgische Punkte, die nicht massiert werden dürfen und die Massage sollte auch nicht in Bauchlage durchgeführt werden. Außerdem dürfen nicht alle Schwangeren massiert werden (u.a. Risikoschwangere oder Frauen mit Diabetes).
    Tipp: Viele Hebammen-Praxen bieten professionelle Schwangeren-Massagen oder Akupunktur für Schwangere gegen Rückenprobleme an.
  7. Wassereinlagerungen
    Insbesondere geschwollene Beine treten in der Schwangerschaft recht häufig auf. Gerade im Sommer kann ein kühles Fußbad für Linderung sorgen. Meersalz* eignet sich hervorragend als Zusatz. Wenn Du fortdauernde Wassereinlagerungen in den Beinen hast, hole Dir vom Orthopäden passende Kompressionsstrümpfe.
    ➜ Dein Frauenarzt kann Dir diese verschreiben!
    Ansonsten: Öfter mal die Beine hochlagern. Nimm dazu eine Rolle oder mehrere Kissen. Die Beine sollten höher als das Becken liegen, der Oberkörper sollte dagegen nicht zu sehr erhöht sein, damit das angestaute Wasser zurückfließen kann und sich dabei nicht im Becken staut.

Unterstützend zur Geburtsvorbereitung:

  1. Innerlich
    Ab der 37. SSW empfehlen viele Hebammen, Himbeerblätter-Tee* zu trinken. Himbeerblätter helfen, das Gewebe im kleinen Becken aufzulockern und den Körper auf die Geburt vorzubereiten. Für die Zeit davor gibt es aber auch geeignete Sorten an Schwangerschafts-Tee*. Erfahre mehr über das Thema "Tee-Genuss in der Schwangerschaft" in unserem Blog.
  2. Äußerlich
    Um das Gewebe auf die Entbindung vorzubereiten, gibt es auch verschiedene Mittel zur äußeren Anwendung, wie Heublüten-Dampf* und Damm-Öl* (z.B. von Weleda). Ob sich Geburtsverletzungen damit wirklich effektiv reduzieren oder gar verhindern lassen, ist aus medizinischer Sicht nicht erwiesen, aber viele Frauen, fühlen sich mit etwas proaktiver Verbeugung wohler.












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Mehr zum Thema


Der Geburtsvorbereitungskurs:


Zur Vorbereitung auf die Geburt, empfielt es sich einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen. Die Kurse werden von Kliniken und Hebammenpraxen angeboten und die Kosten dafür werden von den Krankenkassen übernommen.

Tipp: Meistens kann man sich bei der selben Einrichtung auch gleich für einen Rückbildungskurs nach der Geburt vormerken lassen.

Ob Wochenend-Crashkurs, Kurs für Erstgebährende oder Frauen, die schon Kinder haben:
Kurse zur Geburtsvorbereitung gibt es zahlreiche und es macht eigentlich fast immer Sinn, einen solchen Kurs zu besuchen. Selbst wenn es nicht das erste Kind ist und man glaubt, die Abläufe zu kennen. Jede Geburt ist anders! Oft entstehen auch gerade im Geburtsvorbereitungskurs langjährige Kontakte und Freundschaften.

Die wichtigsten Infos zum Thema "Geburtsvorbereitungskurs" sind auf Onmeda.de im folgenden Artikel zu lesen:



Der "bürokratische Teil" der Geburtsvorbereitung:


Zur Vorbereitung auf die Geburt eines Kindes, zählen auch einige Formalitäten. Hast Du Dich bereits mit Themen wie Krankenversicherung, Elterngeldantrag, Kindergeld und Kinderzuschlag, Mutterschutz und Mutterschaftsgeld befasst? Wenn nicht, dann ist in den letzten Wochen vor der Geburt noch ein guter Zeitpunkt dafür! Hier findest Du einen Überblick:

▶ Wichtige Anträge & Formalitäten vor und nach der Geburt

Wenn das Baby erst einmal da ist, wird in den ersten Wochen wenig Zeit für solche Themen bleiben und Du möchtest Deine volle Aufmerksamkeit auf das neue Familienmitglied richten. Da ist es gut, wenn man bereits etwas "Papierkram" vorab erledigen konnte und alle wichtigen Informationen eingeholt hat.

Buchtipp | Werbung:
Nicht fehlen darf zuletzt noch ein amüsanter Buchtipp: "Aber wenn es dann einmal lächelt - Die illustrierte Wahrheit über das erste Jahr mit meinem Baby"* von Lucy Scott. Was gibt es denn Besseres zur Geburtsvorbereitung, als ein paar Impressionen aus dem wahren Leben mit Baby, verpackt in lustige Zeichnungen.